Grüner Knollenblätterpilz, Amanita phalloides

GRÜNE KNOLLENBLÄTTERPILZE SIND TÖDLICH GIFTIG | TÖDLICHE DOSIS BEREITS AB 20 GRAMM MÖGLICH

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Bezeichnung:Grüner Knollenblätterpilz, Grüngelber Knollenblätterpilz, Grüner Wulstling, Giftchampignon, Giftgrünling, Grüner Giftwulstling, Grüner Schierlingsblätterpilz, Grüner Schierlingschwamm, Grüner Mörder, Amanita phalloides
Synonyme: Venenarius phalloides, Agaricus vernalis, Agaricus bulbosus, Agaricus virosus
Gattung: Amanita, Knollenblätterpilze
Verwechslung:
Grüne Knollenblätterpilze finden

Grüne Knollenblätterpilze findet man vor allem im Laub- oder Mischwald, gerne bei Buchen oder Eichen. Wenn passende Begleitbäume vorhanden sind, dann lässt dich der Grüne Knollenblätterpilz auch in Parks oder Gärten finden. Der Grüne Knollenblätterpilz ist bei passenden Standorten eine relativ häufige Art und erscheint vom Frühsommer bis in den späten Herbst hinein.

Giftigkeit

Der Grüne Knollenblätterpilz enthält Giftstoffe, die das so genannte Phalloides-Syndrom auslösen. Dabei kommt es nach einer Latenzzeit von 4-24 Stunden zu Bauchkrämpfen, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und Kreislaufversagen. Nach einiger Zeit kommen Leibschmerzen, Hepatitis, Herzversagen, Leberversagen, Nierenversagen und blutige Durchfälle hinzu. Eine Vergiftung mit dem Grünen Knollenblätterpilz führt auch bei bester ärztlicher Versorgung in bis zu 10% der Fälle zum Tod. In vielen Fällen können Patienten mit dem Phalloides-Syndrom nur noch durch Nieren- oder / und Lebertransplantation gerettet werden.





Beschreibung:

Der Grüne Knollenblätterpilz erreicht einen Hutdurchmesser von 15 Zentimeter. Die Hutfarbe ist relativ variable und reicht von grünlich über grüngräulich bis hin zu gelbgrünlich. Die Hutform ist zunächst halbkugelig. Bei ganz jungen Exemplaren befinden sich die Fruchtkörper in einer weißen Gesamthülle. Ältere Exemplare schirmen auf. Der Hutrand ist nicht gerieft und die Huthaut lässt sich dreiecksförmig wie Kuchenstücke abziehen.

Die Lamellen sind weißlich gefärbt und stehen relativ eng. In der Regel stehen die Lamellen frei, oder sind fein angewachsen. Das Fleisch des Grünen Knollenblätterpilzes ist weißlich gefärbt. Direkt unter der Hautnaht befindet sich eine gelbgrünlich gefärbte Schicht.

Der Stiel des Grünen Knollenblätterpilzes wird bis zu 15 Zentimeter lang und erreicht einen Durchmesser von bis zu 5 Zentimetern. Der Stiel ist weißlich gefärbt und oft gelbgrünlich genattert. An der Stielbasis befindet sich eine zwiebelförmige Stielknolle. Die Basis ist somit am besten als „knollig“ zu bezeichnen. Direkt an der Stielknolle befindet sich die schlaffanliegende Scheide.

Am Stiel des Grünen Knollenblätterpilzes befindet sich außerdem eine weißgelbliche Manschette, die sehr empfindlich und dementsprechend sehr vergänglich ist. Die Manschette ist alleine schon auf Grund der Empfindlichkeit nicht verschiebbar. Die Manschette ist häutig und hängt regelrecht am Stiel herab. Am Ansatz der Manschette kann diese leicht gerieft sein.

Geschmacksprobe

Viele kennen die "Geschmacksprobe" von der Täublingsbestimmung. Beim Grünen Knollenblätterpilz wird wirklich deutlich, warum die Geschmacksprobe zur Täublingsbestimmung wirklich nur durchgeführt werden darf, wenn man den Fund eindeutig (!) als Täubling identifiziert hat. Eine Geschmacksprobe mit einem Grünen Knollenblätterpilz (zum Beispiel auf Grund einer Verwechslung mit dem Grasgrünen Täubling, Russula aeruginea) kann zu schweren Leberschäden führen.

Deshalb ist uns folgender Hinweis extrem wichtig: Täublinge haben keinen Stielring und Täublinge haben nie eine Stielknolle und keine Volva an der Stielbasis. Beim geringsten Zweifel, ob es sich bei einem Fund um einen Täubling handelt ist sowohl von der Geschmacksprobe, als auch von einem Verzehr des Fundes definitiv abzuraten!