Gifthäubling, Nadelholzhäubling, Nadelholzgifthäubling, Galerina marginata

GIFTHÄUBLINGE SIND STARK GIFTIG | GEFÄHRLICHE VERWECHSLUNG MIT ESSBAREM STOCKSCHWÄMMCHEN MÖGLICH


Bezeichnung:Gifthäubling, Nadelholzhäubling, Nadelholzgifthäubling, Galerina marginata
Gattung:

Galerina, Häublinge

Synonyme:

Galerula marginata, Psilocybe marginata

Verwechslung:
Gifthäublinge finden:

Den Gifthäubling erscheinen überwiegend auf totem Nadelholz oder auf Nadelholzstümpfen. Es handelt sich von einem Folgezersetzer der sowohl einzeln, als auch gesellig zu finden ist. Die Fruchtkörper erscheinen vom Frühling bis in den späten Herbst hinein. Auch im Dezember konnten wir diese Art bereits finden. Auf Laubholz kommt der Gifthäubling eher selten vor. Es gibt im Internet aber nicht nur einen Artikel in dem von Gifthäublingen bei, oder sogar unter Stockschwämmchen berichtet wurde. Somit ist beim Sammeln von Stockschwämmchen unbedingt jedes Exemplar einzeln und genau auf die markanten Schüppchen am Stiel zu kontrollieren. Sind keine Schüppchen vorhanden, dann könnte es sich auch um den Gifthäubling handeln!

Stark giftig

Eine Verwechselung von essbaren Stockschwämmchen mit dem stark giftigen Gifthäubling kann tödlich enden und zieht in fast jedem Fall schwere Organschäden nach sich. Mit gut einem Drittel der Giftigkeit des Grünen Knollenblätterpilzes, Amanita phalloides reichen je nach Körpergewicht schon einige wenige Exemplare des Gifthäublings für eine tödliche Dosis. Selbst kleine Kostproben, sowie Einzelexplare in Mischgerichten können zu teils schweren Organschäden führen. Für den Gifthäublinge bzw. das Stockschwämmchen gilt somit noch mehr als sonst - besteht bei der Bestimmung auch nur der kleinste Restzweifel: Auf keinen Fall verzehren!





Beschreibung:

Der Hut des Gifthäublings erreicht in der Regel einen Durchmesser von 2-3 Zentimeter. Einzelexemplare können aber auch einen größeren Hutdurchmesser aufweisen. Der Hut ist gelbbraun bis dunkelbräunlich gefärbt und bleicht von der Hutmitte gerne aus (hygrophan). Der Hutrand kann glatt, aber auch gerieft ausfallen.

Es handelt sich um eine dünnfleischige Art. Das Fleisch ist bei jungen Exemplaren gelbbräunlich und bei älteren Exemplaren rotbräunlich gefärbt. Zur Stielbasis hin ist das Fleisch etwas dunkler gefärbt als beim Rest des Fruchtkörpers.

Der Stiel des Gifthäublings ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum essbaren Stockschwämmchen. Der Stiel des Gifthäublings wird in der Regel 4-6 Zentimeter lang und ist relativ dünn. Er ist hellbräunlich bis schwarzbräunlich gefärbt und ist dabei weißlich überfasert. Die Stielbasis kann weißfilzig ausgeprägt sein. Der Stiel kann eine gering ausgeprägte Manschette besitzen, ist aber (im Gegensatz zum Stockschwämmchen) nie mit Schüppchen besetzt.

Die Lamellen sind hellbraun bis kräftig bräunlich gefärbt. Die Lamellen stehen gedrängt und sind schmal. Am Stiel sind die Lamellen des Gifthäublings leicht angeheftet. Die Lamellen können am Stiel auch ganz leicht herablaufen.

Hohe Verwechslungsgefahr:

Wer Stockschwämmchen für Speisezwecke sammelt muss den Unterschied zum stark giftigen Gifthäubling kennen. Im Gegensatz zum Gifthäubling besitzt das Stockschwämmchen unterhalb einer häutigen Manschette deutlich sichtbare weiße bis bräunliche Schüppchen. Der Stiel ist bei Stockschwämmchen nie glatt und ebenfalls nie weißlich / glänzend überhaucht. Gifthäubling besitzen dazu im Gegensatz nur eine minimal ausgeprägte Manschette und der Stiel ist nicht mit Schüppchen besetzt. Direkter Vergleich der beiden Arten:
Direkter Vergleich: Stockschwämmchen und Gifthäubling

Häublinge allgemein:

In der Gattung der Häublinge gibt es sehr viele sehr ähnlich aussehende Arten die makroskopisch kaum bis gar nicht voneinander unterschieden werden können. Viele dieser Arten lassen sich nur mikroskopisch voneinander trennen.