Braune Borstentramete, Braune Auentramete, Coriolopsis gallica

DIE BRAUNE BORSTENTRAMETE IST KEIN SPEISEPILZ | INTENSIVE FARBREAKTION MIT KALILAUGE

Bezeichnung

Braune Borstentramete, Braune Auentramete, Braune Auwaldtramete, Coriolopsis gallica

Synonyme

Polyporus schulzeri, Polyporus pulcher, Polyporus extenuatus, Polyporus gallicus, Polystictus extenuatus, Polystictus stuppeus, Funalia stuppea, Funalia extenuata, Funalia gallica, Funalia extenuata f. dimidiata, Funalia extenuata f. resupinata, Funalia extenuata f. resupinatoreflexa, Funalia trogii f. resupinata, Funalia extenuata f. tenuis, Trametella gallica, Trametella extenuata, Trametella extenuata f. dimidiata, Trametella extenuata f. resupinata, Trametella trogii f. resupinata, Trametella extenuata f. resupinatoreflexa, Trametella extenuata f. tenuis, Trametes stuppea, Trametes gallica, Trametes extenuata, Trametes pulchra, Trametes peckii, Trametes hispida f. resupinatoreflexa, Trametes hispida var. tenuis, Trametes hispida var. resupinata, Trametes hispida f. dimidiata, Inonotus vulpinus var. schulzeri, Hexagonia favus, Microporus extenuatus, Microporus stuppeus, Coriolopsis extenuata, Coriolopsis gallica var. microspora, Hexagonia gallica, Cerrena gallica, Boletus favus, Boletus flavus

Gattung

Coriolopsis, Borstentrameten, Trameten

Verwechslung

Diese Art finden

Die Braune Borstentramete ist ein weit verbreiteter Folgezersetzer, den man vor allem in Au- und Laubmischwäldern finden kann. Das häufige erscheinen in Auwäldern hat der Art auch den Namen “Auentramete” oder “Auwaldtramete” eingebracht. 

Die Art ist beim Substrat wenig wählerisch und wird vor allem auf Esche, Pappel, Weide, Espe oder Eiche gefunden. Seltener wird aber auch von Funden auf anderen Laubhölzern berichtet. Nur auf Nadelholz erscheint die Braune Borstentramete nie. Die Braune Borstentramete kann ganzjährig gefunden werden.



Beschreibung

Die Braune Borstentramete erreicht in der Regel einen Durchmesser von zehn bis fünfzehn Zentimetern. Bei besonders guten Bedingungen sind selten aber auch Durchmesser von deutlich über zwanzig Zentimetern möglich. Die Fruchtkörper sind vergleichsweise flach und rostbräunlich bis graubräunlich gefärbt. Eines der wichtigsten Kernmerkmale der Art ist die namensgebende, borstige Oberseite.

Auf der Unterseite der Braunen Borstentramete befinden sich pro Millimeter rund zwei bis drei Poren. Die Poren sind weißgräulich bis graubräunlich gefärbt, können sich je nach Witterung aber auch mal rotbräunlich verfärben. Die Poren können sowohl eher rundlich, als auch eher eckig geformt ausfallen. Teilweise ergibt sich durch die Anordnung der Poren auch eine „labyrinthähnliche“ Struktur. 

Einen Stiel besitzt die Braune Borstentramete nicht. Die Fruchtkörper wachsen in der Regel direkt aus dem Substrat heraus. Das Fleisch der Braunen Borstentramete ist bräunlich gefärbt und besitzt eine extrem zähe bis korkig-holzige Konsistenz. Der Geruch fällt in der Regel unbedeutend aus. Die Geschmacksprobe wird in der Literatur mit mild beschrieben. 

Das Sporenpulver der Braunen Borstentramete ist weiß bzw. transparent gefärbt. Mit Kalilauge verfärben sich der Hut, das Fleisch und die Röhren umgehend und intensiv schwärzlich. Die Farbreaktion lässt sich dabei aber nicht nur bei frischen Fruchtkörpern erzeugen. Auch bei tiefgefrorenen Fruchtkörpern in langen Dauerfrostperioden, oder mit getrockneten Fruchtkörpern, soll die Farbreaktion mit Kalilauge stattfinden können.

Speisewert und Verwendbarkeit

Die Braune Borstentramete ist kein Speisepilz. Die Art besitzt zwar eine nicht all zu unangenehme Geschmacksprobe, fällt bei der Konsistenz dafür aber extrem zäh bis korkig aus und kann damit wohl kaum verzehrt werden.

Kernmerkmale

Die Braune Borstentramete ist sehr weit verbreitet, findet aber instgesamt eher wenig Beachtung und das obwohl die Art über die folgenden Kernmerkmale relativ leicht zu bestimmen ist. 

  • Immer nur auf Laubholz zu finden
  • Graubraune bis rostbraune, struppig-borstige Hutoberseite
  • Zähe, korkige Konsistenz & Neutraler Geruch (kein Anis)
  • Poren cremegräulich bis graubräunlich gefärbt, sowohl rundlich als auch eckig
  • Braunes Fleisch, das mit Kalilauge sehr schnell zu einem satten schwarz reagiert