Brauner Ledertäubling, Elefantentäubling, Russula integra

DER BRAUNE LEDERTÄUBLING IST ESSBAR | ERGIEBIGER MISCHPILZ


Bezeichnung

Brauner Ledertäubling, Kiefernledertäubling, Elefantentäubling, Variabler Ledertäubling, Braunroter Ledertäubling, Russula integra

Synonyme

Russula substiptica, Russula adulterina, Russula rubrotincta, Russula phlyctidospora, Russula polychroma sensu NCL, Russula alutacea subsp. integra, Russulina integra, Amanita integra, Agaricus integer

Verwechslung

Diese Art finden

Der Braune Ledertäubling ist ein Symbiosepilz, den man überwiegend in Nadel- und Nadelmischwäldern finden kann. Die Art scheint kalkhaltige Böden zu bevorzugen und erscheint vom Sommer bis in den Herbst hinein.

In manchen Regionen (besonders im Südosten Deutschlands) ist der Braune Ledertäubling ein weitverbreiteter Massenpilz. In anderen Regionen (zum Beispiel in der Mitte Deutschlands oder auch im Allgäu) kommt es ebenfalls regelmäßig zu Funden. Andernorts (zum Beispiel im Nordosten Deutschlands) scheint die Art dafür nahezu komplett zu fehlen scheint. (Quelle: https://www.pilze-deutschland.de/organismen/russula-integra-l-fr-1838-1)

Beschreibung

Der Braune Ledertäubling erreicht imposante Hutdurchmesser von bis zu zwanzig Zentimeter. Die Bezeichnung "Brauner" Ledertäubling ist dabei eingetlich irreführend. Die Art ist nämlich extrem farbvariabel und kann verschiedene bräunliche, rotbräunliche, olivbräunliche, grünbräunliche oder auch purpurschwärzliche Farben annehmen, was die Bestimmung zumindest auf den ersten Blick schwierig macht. Die Huthaut ist glatt, bei feuchter Witterung schmierig und bei trockener Witterung etwas klebrig. Die Huthaut lässt sich fast bis zur Hutmitte abziehen. Die Hutmitte fällt gerne etwas eingebogen aus. Bei jungen Fruchtkörpern ist der Hutrand glatt, bei älteren Fruchtkörpern buckelig gerieft.

Auf der Hutunterseite befinden sich beim Braunen Ledertäubling bei jungen Fruchtkörpern weißlich gefärbte Lamellen, die sich durch das Sporenpulver mit zunehmendem Alter erst weißgelblich und später ockergelblich verfärben. Die Lamellen wirken frei, sind aber ganz fein mit Zahn am Stiel angewachsen. Gerade im Alter sind die einzelnen Lamellenschneiden oft heller gefärbt, als die Lamellen selbst. Am Grund sind die Lamellen teilweise queraderig miteinander verbunden. Das Sporenpulver ist ockergelblich gefärbt.

Im Vergleich zu vielen teilweise ähnlich gefärbten Täublingen ist der Stiel des Braunen Ledertäublings weißlich gefärbt und dabei nie rötlich überhaucht. Der Stiel erreicht eine Länge von bis zu zwölf und einen Durchmesser von maximal vier Zentimetern. Gerade beim Anfertigen eines Schnittbildes fällt die typische Festfleischigkeit des Stiels auf. Jung ist der Stiel dabei voll und mit zunehmdenm Alter dann etwas wattig hohl. Im Alter ebenfalls häufig ist die etwas rostfleckig verfärbte Stielbasis.

Das Fleisch des Braunen Ledertäublings ist weißlich gefärbt, sehr fest und auch auf Grund der Größe der Fruchtkörper sehr, sehr ergiebig. Die Art besitzt einen etwas komischen Geruch, der exakt zwischen neutral, angenehm süßlich-obstartig und dann doch wieder leicht unangenehm. Uns erinnerte der Geruch an ganz, ganz schwach gärendes Obst. Auch die Geschmacksprobe fällt mild aus, erinnert aber besonders bei längerem Kauen an Papier.

Chemische Reaktionen: Die Stielrinde des Braunen Ledertäublings verfärbt sich mit Eisensulfat rosa bis bis rosagräulich. Mit Guajak verfärbt sich die Stielrinde blitzschnell zu einem dunklen, kräftigen blaugrün.

Speisewert

Der Braunen Ledertäubling ist ein guter, ergiebiger Speisepilz. Die Art ist bekannt dafür relativ groß zu werden und hat zudem sehr festes, ergiebiges Fleisch. Auch der Geschmack fällt angenehm aus. Wenn man die wichtigsten Merkmale (festes Stielfleisch, zähe Huthaut, gelblich verfärbte Lamellen im Alter in Kombination mit der Größe) im Kopf hat, dann ist der Braune Ledertäubling für einen Täubling auch verhältnismäßig leicht zu erkennen.

Elefantentäubling

Der Braunen Ledertäubling wird (wie der typische Verwechslungspartner, der Wieseltäubling) auf Grund seiner Größe gerne als "Elefantentäubling" bezeichnet.