Märzschneckling, Märzellerling, Hygrophorus marzuolus

DER MÄRZSCHNECKLING IST ESSBAR | SEHR SELTEN UND DAHER KEIN SPEISEPILZ

Bezeichnung

Märzschneckling, Märzellerling, Schneeschneckling, Schneepilz, Hygrophorus marzuolus

Synonyme

Clitocybe marzuola, Camarophyllus marzuolus, Limacium marzuolum, Limacium camarophyllum subsp. marzuolum, Agaricus cardarella subsp. marzuola, Agaricus marzuolus

Verwechslung

Diese Art finden

Der Märzschneckling ist ein Symbiosepilz der Nadelholz als Symbiosepartner bevorzugt. Besonders gerne erscheint die Art bei Tanne. Aber auch bei Fichte und seltener Buche kann der Märzschneckling gefunden werden. Kalkreichen Boden scheint die Art dabei zu bevorzugen.

Finden kann man den Märzschneckling vor allem Frühling. In manchen Regionen erscheint die Art schon Februar. Wir haben den Märzschneckling dagegen erst zum Monatswechsel April / Mai und damit relativ spät im Frühling finden können.

Der Märzschneckling wird als selten bis sehr selten beschrieben und kann regional teilweise gar nicht gefunden werden. In Deutschland befindet sich die Art auf der Roten Liste bedrohter Arten und hat dort den Status "RL2 - stark gefährdet" erhalten.

Der Märzschneckling ist außerdem durch das Bundesartenschutzgesetz vollständig geschützt und darf nicht gesammelt werden.



Beschreibung

Der Märzschneckling erreicht einen Hutdurchmesser von bis zu zwölf Zentimetern. Die Hutoberseite kann verschiedene weißliche, gräuliche oder schwärzliche Farbschattierungen annehmen. Die Hutoberseite fällt dabei nicht nur fleckig, sondern auch etwas klebrig aus. Der Hutrand fällt wellig gebogen aus. 

Auf der Hutunterseite befinden sich beim Märzschneckling weißlich bis gräulich gefärbte Lamellen. Die Lamellen sind am Stiel angewachsen und laufen dort auch etwas herab. Typisch ist der große Lamellenabstand. Zwischenlamellen sind vorhanden. Das Sporenpulver ist weiß gefärbt. 

Der Stiel der Märzschnecklinge ist weißlich bis grauweißlich gefärbt, wobei die Stielspitze meist etwas dunkler, gräulich, und die Stielbasis meist etwas heller, weißlich, gefärbt ausfällt. Der Stiel ist wuchtig, sehr ergiebig und kann leicht schuppig ausfallen. 

Das Fleisch der Märzschnecklinge ist bei jungen Fruchtkörpern fest und ergiebig. Ältere Fruchtkörper besitzen dagegen eher weiches Fleisch. Das Fleisch ist ebenfalls weißlich bis weißgräulich gefärbt und besaß bei unseren Funden immer einen relativ neutralen Geruch. Die Geschmacksprobe fällt laut Literatur mild aus.

Speisewert & Verwendbarkeit

Laut Literatur wäre der Märzschneckling ein hervorragender, wohlschmeckender und ergiebiger Speisepilz, der zudem häufig zu einer relativ pilzarmen Zeit im Februar und März erscheinen kann. Allerdings ist der Märzschneckling in Deutschland viel zu selten, um die Art für Speisezwecke zu sammeln. Alle Funde der Art sollten deshalb unbedingt im Habitat verbleiben.